Risenation – Castle Edition 2k19

Es ist Anfang August. Was macht der typische Tuner dann? Er freut sich wie Bolle auf das Treffen von Risenation am wunderschönen Château d’Hélécine in Belgien 🙂

Also haben wir uns wie Bolle gefreut, anders lässt sich auch nicht erklären warum man sich an einem Sonntag um 6 Uhr aus dem Bett schält. Da wären wir nun, nicht wirklich ausgeruht aber trotzdem bester Laune im Innovationspark der Grafschaft unweit der weltbekannten Gummibärenfabrik. Wir, das sind ungewohnterweise nicht nur Dave und ich, sondern dieses Mal auch der Ansgar. Denn wie wir alle wissen, wer es sich erlauben kann, lässt fahren 😉 Vorher galt es aber noch auf den Rest der Reisegruppe zu warten, Anja und Harald wollten sich eigentlich mit uns auf dem Parkplatz treffen. Anscheinend war die Nacht nach dem Autofest wohl doch zu kurz und der Wecker zu leise, deswegen haben wir uns auf der Autobahn getroffen. 

Der erste planmäßige Halt war in Düren, um an der Tankstelle noch ein paar Weggefährten einzusammeln. Bis dahin verlief die Fahrt auch recht ereignislos, es war kaum Verkehr und das Wetter versprach sehr gut zu werden. Am Treffpunkt angekommen wurden Hände geschüttelt, Verpflegung gekauft und schnell noch geraucht. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es weiter, wir waren schließlich schon hinter dem Zeitplan. Die Veranstaltung lief schon seit 8 Uhr und wir hatten geplant gegen 10 Uhr dort zu sein. Letztes Jahr waren wir pünktlich, aber dafür auch nicht unbedingt an unserem Traumplatz gelandet. Hier fängt der späte Vogel den Wurm 😉

Allerdings durfte man nicht zu spät sein, es gab massive Probleme mit Stau an der Zufahrt. Der ging bis zur Autobahn und da haben die sonst sehr toleranten Ordnungshüter eingreifen müssen. Deswegen durfen keine weiteren Fahrzeuge mehr aufs Gelände gegen Mittag. Es war aber auch so schon sehr gut gefüllt, deutlich voller als letztes Jahr. Qualität spricht sich eben rum. Stichwort Qualität, die Zufahrt mit ihrem Kopfsteinpflaster glänzt nicht unbedingt durch selbige. Für tiefer gelegte Autos mit wenig Bodenfreiheit fährt es sich darauf alles andere als angenehm. Der Dave hat seinen Fahrgast sogar vor die Autotür gesetzt, weil es zu wenig Platz unterm Auto hatte 😀

Da könnte man schon schwach werden und sich gleich mal ein Luftfahrwerk bei einem der anwesenden Händler gönnen. Die Ausfahrt ist zum Glück viel kürzer 😉 Nachdem man uns eingewiesen hat, dieses Mal wesentlich luftiger als letztes Jahr, haben wir uns samt Deko und Sitzgelegenheiten am Seeufer ausgebreitet. Natürlich so arrangiert, dass die Luftigkeit erhalten bleibt 🙂 Bevor sich so ein Zalandodings quer vor uns alle stellt 😉 Da standen wir nun, mitten auf einer Wiese voller Entenkacke. Hinter uns ein See auf dem sich eben jenes dafür verantwortliche Geflügel tummelte, vor uns feinste automobile Kunstwerke. 

Es war mal wieder eine hervorragende Mischung. Moderne Fahrzeuge neben Altblech. OEM+ neben wilden Umbauten. Edelkarossen neben Racecars. Wer da nichts gefunden hat, der muss auf Fiat Multipla stehen 😉 Davon gab es nämlich keinen. Wie zu Beginn erwähnt, hat sich das Wetter nicht lumpen lassen. Es gab ordentlich Sonne auf die Mütze. Dementsprechend haben sich Schlangen an den ausreichend vorhandenen Getränkeständen gebildet. War aber alles im Rahmen, länger war da die Schlange an der Toilette. Zumindest haben wir nur die eine gesehen. Das könnte eventuell ein kleines Malheur geben.

Nach der ersten Runde über den Platz ist uns erst bewusst geworden wie voll es war. So viel zu sehen. Hier und da hat man bekannte Gesichter getroffen. Also nicht im wörtlichen Sinne 😉 So ein bisschen wie eine Familienfeier, nur ohne den nervigen Teil der Verwandtschaft. Wobei, auch davon gab es ein paar die unnötig Radau gemacht haben mit knallenden Auspuffanlagen. Ansgar hat ganz neben GNTM entdeckt und einen Hund, der im cuteness Wettbewerb mit seinem Frauchen stand 😉 Wer wer ist dürft ist selbst entscheiden.

Abschließend lässt sich sagen, dass Daves Auto ungeeignet für belgische Teerfugen ist und der G60 nicht ganz so träge ist wie befürchtet. Es war ein super Tag, es gab viel zu sehen und viel zu reden. Als Sahnehäubchen gab es einen feinen Sonnenbrand. Abgesehen davon, dass wir beinahe wieder die romantische Nebenstrecke genommen hätten, verlief die Rückfahrt angenehm ruhig. Nach den gefühlten 20km Fußmarsch durch den Park durchaus angenehm. 

Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei, wenn wir dürfen.