Blacklisted Selected Cars 1.0

Am Samstag waren wir in einem Steinbruch. Ja, richtig gelesen…ein Steinbruch. Mit all den Dingen, auf die wir so stehen. Staub, Steine, Löcher, Senken und Hügel. Perfekt um sich Spoiler und Unterboden so richtig zu ruinieren. Dazu kam der Regen am Abend davor, der die Location in eine Seenlandschaft verwandelt hatte. Allerdings hat Murphy nicht mit den Jungs und Mädels von Blacklisted gerechnet. Die haben sich direkt morgens in die Bagger und Dozer geschwungen und die Wege wieder geräumt und verdichtet. Ebenso die verschiedenen Plätze auf unterschiedlichen Ebenen. Abgesehen von einigen Kieselsteinen war das Gelände sehr gut vorbereitet.

Doch der Reihe nach. Der Einlass war auf 14:00 Uhr verschoben worden wegen der ungeplanten Aufräumarbeiten. Wir wissen was das bedeutet…Ausschlafen 🙂 Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns und unsere Autos gewaschen. Dabei hat sich das Lager meines Kühlerlüfters verabschiedet. Ich habs zuerst für den samstäglichen Sirenentest gehalten, aber leider kam es aus dem Motorraum. Zum Glück mal kein rar, selten, chrom, gold, US, G60 Teil…Ersatz ist unterwegs. Hoffentlich hält er und ich steh nicht ohne Lüfter in der Schlange/im Stau. Spoileralarm…Er hat gehalten 😉

Dave wollte nicht über die Autobahn, sondern gemütlich über Land fahren. Also irgendwie Richtung Laacher See und Mendig. Wetter gut, Landschaft schön, Straße brauchbar. Was will man mehr? Ein Navi ohne Orientierungsproblem zum Beispiel 😉 Wir und unsere romantischen Nebenstrecken mal wieder. Auf jeden Fall standen wir mitten im Ort in einer kleinen Seitenstraße, das Navi war der Meinung woanders zu sein. Also tat Dave das, was man dem männlichen Teil der Bevölkerung gerne abspricht zu tun. Er hat nach dem Weg gefragt. So verkehrt waren wir gar nicht 🙂 Ich hoffe dem freundlichen Mann ist der Mörtel auf seiner Maurerkelle nicht hart geworden 😀

Zwei Kurven weiter waren wir fast an der Autobahnabfahrt und es war nur noch ein Katzensprung bis zur Zufahrt. Vorschläge und Entwürfe für einen stilistisch zum Tiki Golf passenden Smartphone Halter bitte an mich, auf das dem Gerät das GPS Signal nicht mehr verloren gehen möge 😀 Nach der freundlichen Begrüßung und Erledigung der einzigen Formalität, der Ticketkontrolle, sind wir weiter auf das unerforschte Terrain vorgedrungen. Nach Daves unschöner Bekanntschaft mit einer belgischen Teerfuge letzten Sonntag war erhöhte Vorsicht angesagt. Mit zwei Zentimetern ist halt nicht soviel zu reißen 😉

Vorbei an Goldie, kunstvoll in der ersten Kurve abgelegt, flankiert von Flos aufgeladenem Geschoss ging es abwärts. Im wörtlichen Sinne. Es gab vier Ebenen auf die die Autos verteilt waren. Auf der mittleren Ebene sind wir dann eingewiesen worden. Alles ohne Matsch oder Steine, wie gesagt das Gelände war super vorbereitet. Kaum ausgestiegen drängten sich auch schon die ersten Fotografen um unser GNTM 😉 

Es wurden Hände geschüttelt und dieses Mal gab es das „Hallo“ zur Begrüßung statt zum Abschied 😉 Viele bekannte Gesichter waren unter den Anwesenden auszumachen, das gilt auch für die Autos. Es waren aber auch eine Menge gänzlich unbekannte Fahrzeuge vor Ort. Teilweise aus dem eigenen Kreis, allerdings nie vorher gesehen. Bisschen Altblech war auch dabei, da ergeben sich immer so schöne Entfallteil-Gespräche 😀 Von da aus hangelt man sich über Domstreben zu Einzeldrosseln und ähnlichen Dingen. 

Das Ganze bei gutem Wetter mit angenehmen Temperaturen. Durch den kräftigen Regen vom Vortag war trotz Wind kaum Staub in der Luft. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt worden. Der DJ wusste auch was er tat. Alles war super, aber dann kamen sie. Unsere Freunde und Helfer, im Schleichgang über das ganze Gelände. Auf der Suche nach dem grünen Diamanten oder was auch immer. Nach einigen Minuten sind sie wieder gefahren, sichtlich erschüttert wenn man sie freundlich grüßt 🙂 Das sollte aber nicht der einzige Besuch der Staatsmacht bleiben. Später kamen sie erneut. Also fast, dieses Mal die Spezialisten für Autobahnen wie man mir zutrug. Die fuhren etwas zielstrebiger ganz nach unten und haben sich dort mit einigen Personen unterhalten, um dann wieder zu fahren.  

 

Das hat der Stimmung allerdings keinen Abbruch getan und bei der Ausfahrt gab es auch keine Kontrolle oder ähnliches. Schließlich haben wir uns auch alle benommen 😉 Gegen 18:00 Uhr haben wir uns auf gemacht Richtung Heimat, unterwegs haben wir uns mit Christoph getroffen und sind zu dritt in die Abendsonne geritten…also gefahren natürlich 🙂