Risenation Belgian Chapter #4

Nachdem das Treffen 2020 wegen Corona ins Wasser gefallen war, ist es dieses Mal wortwörtlich ins Wasser gefallen. Die Ahr hat ihr Bett verlassen und damit den Plan mit dem eigenen Auto anzureisen davon gespült. Das Ticket lag schon ausgedruckt daheim. Als ich dann am Donnerstag vom Ansgar gefragt worden bin, ob ich nicht einfach mit ihm als Besucher den Schlosspark heimsuchen möchte, klang das nach einem Plan. Also haben wir bzw. er am Sonntag die Rocket gesattelt und los ging es Richtung Belgien. Zum Glück nicht ganz so gemächlich wie Stephenson anno 1829, sonst wären wir vermutlich noch unterwegs und ich müsste diese Zeilen per Brieftaube einreichen.

Auffallend war der Stau vor dem Gelände bzw. mehr dessen Fehlen. Es war erstaunlich ruhig, wenn man die drei vorhergehenden Treffen kennt. Vermutlich ist eine Mischung aus Corona-Regeln und Wetter dafür verantwortlich. Es war bedeckt und am Morgen noch ein wenig kühl. Aber das Wetter hat an sich gearbeitet und zwischendurch hat sich sogar die Sonne gezeigt, die Temperaturen wurden auch angenehmen, so dass ich meine Jacke irgendwann ins Auto gebracht habe. Ein Fehler wie sich später zeigen sollte.

Das schöne an den Treffen jenseits der Grenze ist die Vielfalt, hier gibt es einige Fahrzeuge zu sehen, deren Besitzer den Weg über die Grenze wegen der Entfernung oder einiger diskussionswürdiger Regelungen in Deutschland meiden. So ein Xsara oder Volvo 480 ist schon recht exotisch. Natürlich trifft man auch alte Bekannte, sowohl Fahrzeuge als auch Personen. Schließlich freut man sich wenn man die selben Nasen bei fast jedem Treffen sieht. Und dieses Mal war die Pause ungewöhnlich lang. 

Die Gespräche drehten sich um Autos, die lieben Freunde und Helfer, Foto-Equipment und um das Geheimnis wie Ansgar seinen Rallye heimlich auf das Gelände gebracht hat 😉 Nicht zuletzt haben wir kollektiv bedauert, dass die teilweise recht seltsamen Corona Auflagen uns die Saison gehörig vermasselt haben. Ich hoffe das wird sich zukünftig wieder bessern und vielleicht ergibt sich ja dieses Jahr noch einmal die Gelegenheit ein paar Stunden die automobilen Kunstwerke zu bewundern und sich darüber zu streiten ob V-Power nun besser als Ultimate riecht 🙂

Ich habe jetzt fast nichts über eben jene Kunstwerke geschrieben, man möge es mir nachsehen, ich bin ein wenig aus der Übung. Aber ich bin froh mitgefahren zu sein, mal wieder paar Verrückte zu treffen und viele schöne Autos zu sehen. Zu Beginn schrieb ich das es ein Fehler gewesen sei die Jacke ins Auto zu packen. Am frühen Nachmittag fing es an zu regnen und kurz darauf ging ein ordentliches Gewitter nieder, das wäre mit Jacke deutlich angenehmer gewesen 🙂